Alte Nutztierrassen


Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen

Die moderne Landwirtschaft mit ihrer Massenproduktion hat es mit sich gebracht: Gebraucht wird das normierte Tier, das möglichst schnell möglichst viel Profit abwirft. Alte Nutztier-Rassen haben da keinen Platz.

 

In unseren Ställen stehen immer mehr Einheitsrassen und Spezialisten: Hielt man früher zum Beispiel Rinder, die sowohl für die Milch- als auch die Fleischerzeugung genutzt und zudem auf dem Acker eingesetzt werden konnten (eine sogenannte Dreinutzungsrasse), stehen an deren Stelle nun Hochleistungsrassen im Stall. Diese sind meist nur für eine Nutzungsrichtung, beispielsweise zur Fleischproduktion, geeignet.

 

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann das Sterben der Rassen. Die Nationalsozialisten forcierten in den 1930er Jahren auch bei den Tieren eine "Rassenbereinigung": Drei bis vier Rassen pro Tierart sollten ausreichen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten sich zudem die Essgewohnheiten. Fettes Fleisch kam aus der Mode, denn die Menschen arbeiteten nicht mehr so hart und brauchten die Kalorien nicht mehr. Stattdessen waren fettarme Rassen gefragt.

Je industrieller die Tierproduktion wurde, desto spezialisierter auch die Rassen, die sich für die Landwirte lohnten. 

 

Damit diese alten Nutztierrassen nicht aussterben, haben wir uns entschieden einige alte Nutztierrassen zu züchten!